Glad Midsommar! Ganz Schweden feiert.

Bauen Sie Ihre Gruppenreise um ein Event. Eines der größten und bekanntesten Mittsommerfeste findet im Freilichtmuseum Skansen statt.
Zwei Feste werden in Schweden mit Leidenschaft und riesig groß gefeiert: Weihnachten und Midsommar. Dieses Jahr waren wir dabei! Von Donnerstag bis Sonntag wollten wir uns in die Festivitäten stürzen, die das ganze Land lahmlegen. Die Stadtbewohner verlassen Stockholm und machen sich auf zu ihren Sommerhäusern, die im ganzen Land verstreut liegen. Bis zu 500 km Fahrt nehmen sie auf sich, um Midsommar mit ihrer Familie in Stil zu genießen.

Erste Eindrücke:
Schon am Donnerstag, auf dem Weg vom Flughafen in die Innenstadt, sahen wir die Autoschlangen, wie sie sich aus der Stadt herauswanden. Bootsanhänger, Paddelboote, Fahrräder - die Autos sind bis unters Dach beladen. Auch auf dem Dach sind Dinge befestigt - einige jedoch nicht ausreichend, so dass man dann teilweise noch tagelang Verlohrengegangenes auf den Straßen liegen sieht ...

Der Freitag in Skansen - Midsommarafton:
Am Freitag war es dann soweit: es war midsommarabenden, der erste Tag des Midsommar-Festes, das jährlich um den 21. Juni von Freitag bis Sonntag gefeiert wird. Fahren die Schweden nicht in ihre Sommerhäuser zum Feiern, so sind sie in Skansen zu finden. Das riesige Freilichtmuseum hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Traditionen und Merkmale Schwedens zu bewahren. Typische Häuser, meist rot bemalt, Windmühlen, Kirchen, ganze Bauernhöfe, dazu ein Zoo mit den typischen Tieren wie Braunbären, Rentieren und Elchen. Natürlich wird hier auch Midsommar in vollem Ausmaß gefeiert. Die Zäune und Häuser sind mit Birkenästen geschmückt, auf dem Hauptplatz gibt es einen Markt mit typischen Lebensmitteln, Kleidung und Gebrauchsgegenständen. Elchswurst, tellergroße Knäckebrote, Krabbensalat, Lakritzstangen, Wollpullover, Ledertaschen... Gleich beim Eingang können sich die Besucher Kränze aus Birkenästen binden, die dann mit allen Blumen, die man in Skansen finden kann, geschmückt werden.

Das Baumaufstellen
Mittags wird der Maibaum aufgestellt. Mit Manneskraft, Holzstangen und aufmunternden "oh, hey"- Rufen steigt der mit Birkenlaub umwundene und mit Blumen geschmückte Baum in die Höhe. Die traditionell gekleideten Frauen, Männer und Kinder führen den Tanz an, aber es machen alle mit. Die Musik spielt auf der Bühne, der Tanzschritt wird vorgegeben und so drehen sich die Menschenkreise Hand in Hand um den Maibaum. Es ist ein Riesenspaß! Zu Mittag darf natürlich das traditionelle Smorgasbrod, eine Art (Fisch)buffet mit eingelegten Heringen, Kartoffeln und Soße, dazu schwedische Erdbeeren mit Schlagsahne, nicht fehlen. Die Zimtschnecken, am besten noch warm direkt aus dem Ofen, sind ein Muss. Die ganze Stadt scheint hier versammelt zu sein. Noch auf dem Weg nach Hause erkennt man die Feiernden an den Blätterkränzen im Haar und der guten Laune.

Midsommardag
Auch am Samstag, dem eigentlichen Mittsommertag, wird in Skansen weitergefeiert. Die restliche Stadt ist etwas ruhiger. In Gamla Stan sind die Geschäfte geöffnet, die Museen laden zu einem Besuch ein und auch die Wasserstraßen wollen erkundet werden. Ansonsten ist Feiertag ... der Midsommar-"Rausch" muss ausgeschlafen werden.

Mein Tipp: unter der Woche anreisen, damit man die schönen Kaufhäuser und natürlich auch die beeindruckenden Markthallen, allen voran die Saluhall auf Östermalm, ausgiebig entdecken kann.

Und mein Fazit: Midsommar: was für ein Fest! Selten kann man die Schweden besser kennenlernen und mit ihnen nach Lust und Laune feiern ...

Saskia Wübben war für Sie in Stockholm und berichtet gerne auch persönlich von Ihren Eindrücken!