Am nächsten Tag durften sich unsere Geschmacksnerven gleich wieder freuen! Nach einem tollen Fotostopp bei der idyllischen Insel Sveti Stefan, die heute ein Luxushotelresort ist, führte uns der Weg durch Weinplantagen bis zum Weinkeller Sipcanik. Dieser ehemalige Flugzeughangar bietet den riesigen Weinfässern mit Tausenden von Litern Wein ideale Bedingungen zur Reifung. Nach einem Rundgang mit umfangreichen Erklärungen, konnten wir uns bei einer Weinprobe von fünf verschiedenen Weinen von der guten Qualität der einheimische Rebsorten Vranac und Krstac überzeugen – na dann: zum Wohle! Oder wie wir schon gelernt hatten: Živjeli!

Mit dem Kleinbus ging es die vielen steilen Serpentinen hinauf zum Kloster Ostrog, welches auf ca. 900 m Höhe in den Fels hinein gebaut wurde und zu den wichtigsten Pilgerstätten in Montenegro zählt. Im Innersten des Heiligtums befindet sich der Sarkophag des heiligen Vasilij, der rund um die Uhr von einem Mönch bewacht wird. Gläubige beten dort auf Knien um Gesundheit und Beistand in allen Lebenslagen. Eine berührende Erfahrung.

Zurück in Budva ging es zum nahe gelegenen Restaurant „Porto“ am Hafen von Budva. Das „Živjeli!“ für den angebotenen Begrüßungsschnaps ging inzwischen allen schon recht leicht von den Lippen. Das Ambiente des Lokals zusammen mit dem hervorragendem Essen wie Meeresfrüchtesalat, geräuchertem Schinken, Käse, Fleisch und Fisch hat alle in Begeisterung versetzt.

Für den nächsten Ausflug hatten wir uns trockenes Wetter mit guter Sicht gewünscht und der Wettergott hatte uns erhört!
Schon bei einem ersten Fotostopp oberhalb von Budva bewunderten wir die wunderschöne Küstenlinie. In Cetinje, der ehemaligen Hauptstadt Montenegros in den Bergen gelegen, erhielten wir einen Einblick in das Leben und Wirken des letzten montenegrinischen Königs Nikola und seiner großen Familie mit 12 Kindern. Weiter ging es in das kleine Bergdorf Njegusi, das für seinen herzhaften geräucherten Schinken und Käse bekannt ist. Keine Frage – das muss probiert werden! Gut gestärkt ging es auf die Panoramastraße in Richtung Kotor. 25 enge Serpentinen galt es zu überwinden. Viel Arbeit für unseren Busfahrer und eine wahre Augenweide für uns. Der südlichste Fjord Europas lag in voller Pracht vor uns ausgebreitet. Ein traumhaft schöner Ausblick!  Mein Tipp: bei dem Halt in einer der Serpentinen unbedingt ein Gruppenfoto machen! Das gibt eine tolle Erinnerung für später.