Japan - Das Land des Lächelns

Hahimemashite – Darf ich mich vorstellen. Watashi wa Saskia desu – Mein Name ist Saskia. Dozo yoroshiko – Bitte behandeln Sie mich in der Zukunft freundlich.
Wer sich in Japan so vorstellt, das Ganze unterstrichen mit einer Verbeugung, dem öffnen sich alle Herzen! Ich komme zurück von meiner 3. Japanreise und es wird sicher nicht meine letzte sein!

Das Land des Lächelns…
hat mich fest in der Hand. Geschichte und Moderne leben hier Tür an Tür. Jede Stadt, jeder Ort, jeder Tempel hat eine ganz eigene Atmosphäre. Mit 9 Millionen Einwohnern im Stadtgebiet und 32 Millionen in der Metropolregion ist Tokio eine der größten Städte der Welt. Hier gilt der Grundsatz immer größer und höher zu bauen. 2012 wird mit 634 m der Tokyo Sky Tree, der höchste Fernsehturm der Welt, eröffnet. In der Höhe versteckt sich Tradition: Die Zahlen 6 (mu), 3 (sa) und 4 (shi) ergeben den alten Namen der Gegend.

Tradition, Moderne & Geschichte
Die Hauptstadt Tokio besticht durch Fortschritt und Technik, Kioto hingegen ist die Stadt der Vergangenheit. Die Straßen von Gion und der Weg zum Kiyomizu-dera-Tempel sind mit Holzhäusern gesäumt, deren Fenster bis heute mit Reispapier verkleidet sind. Noch heute werden Geishas ausgebildet und Mädchen verlassen ihr modernes Leben, um sich den alten Tänzen und Gebräuchen zu widmen. In der 5-jährigen Lehrzeit erlernen die Maikos (Auszubildende) die Grundlagen der traditionellen japanischen Künste und das Spiel auf der Shamisen. Das Ziel: die perfekte Gastgeberin.

Sanjusangen-do-Tempel
Eine meiner liebsten Orte in Japan ist der Sanjusangen-do-Tempel. In der alten Holzhalle aus dem 14. Jahrhundert befinden sich 1001 Kannon-Gottheiten. Die Gottheiten sind handgeschnitzt und haben dadurch verschiedene Gesichtsausdrücke und Eigenheiten. Alle besitzen sie laut einer Legende 1000 Arme. In der vorderen Reihe befinden sich die Wächterfiguren. Der Gottheit des Windes, des Donners und ihren Gefährten hat man allen Glasaugen eingesetzt. So wirken sie durch das Tageslicht lebendig, als könnten sie einem in die Seele schauen.

Tempelkultur
Bei Betreten eines Tempels werden traditionelle Waschungen durchgeführt. Unter fließendem Wasser schüttet man sich zunächst eine Kelle Wasser über die eine Hand, danach über die andere Hand und gibt dann den letzten Schluck in den Mund. Bei den Japanern gibt es zwei Glaubensformen: Während man das Leben im Sinn der buddhistischen Lehren lebt, ist der shintoistische Glaube dem Leben nach dem Tod und der Geisterwelt vorbehalten.

Atomunglück Fukushima
Der 18. März 2011 stellt einen Wendepunkt in der japanischen Geschichte der Neuzeit dar. War das Land zuvor für wirtschaftlichen Erfolg und technische Fortschritte bekannt, so denkt man heute vor allem an die Atomkatastrophe Fukushima. Man darf nicht vergessen, dass – so tragisch der Vorfall auch war – es nur einen kleinen Teil des Landes betroffen hat. Mit 380.000 qkm ist das Land in etwa so groß wie Deutschland. Das Epi-
zentrum des Unglücks liegt etwa 300 km nördlich von Tokyo und in einer Gegend, die auch vor dem Unglück von Touristen selten besucht wurde.

So fern & doch so nah
Die Distanzen in Japan sind riesig, denn das Land erstreckt sich über 25 Breitengrade vor der Küste Russlands und Chinas. Die riesigen Distanzen werden mit einer sehr guten Infrastruktur bewältigt. Die technische Überlegenheit des Landes zeigt sich allen voran im Shinkansen, Japans Schnellzug. In nur 2 Stunden überwindet er Entfernungen von über 500 km und hat eine fantastische Statistik: mit maximal 2 Verspätungen im Jahr schlägt er alle Rekorde in Pünktlichkeit.

Destination Japan
Das Reiseland Japan ist ein perfektes Gruppenreiseziel. Neben der Fremdsprache und den Schriftzeichen, hat Japan ein fast undurchdringliches Netz an Höflichkeitsregeln, die ein Tourist alleine nur schwer erschließen kann. Unter Japanern gilt es zunächst die Stellung des Gegenübers herauszufinden, um den richtigen Ton, den richtigen Grad der Verbeugung und die richtige Sprache anzuwenden. Bei Japanern ruft schon eine durch den Touristen angedeutete Verbeugung ein Lächeln hervor!

 

Es gibt nur wenige Industrieländer, in denen man sich als Gast, als Reisender herzlicher aufgenommen fühlt als in Japan! Nihon-de o-kaeri masai – Willkommen in Japan!

Saskia Wübben war für Sie in Japan unterwegs und berichtet auch gerne persönlich von ihren Eindrücken!