Weihnachten in Italien

In Italien beginnt die Weihnachtszeit bereits mit dem 6. Dezember. San Nicola bringt den Kindern kleine Geschenke.  Bereits zwei Tage später zieht der Tannenbaum (idR mit Wurzelwerk) in die Wohnstuben ein. Der 8. Dezember, Mariä Empfängnis, ist in Italien ein Feiertag. Viele Italiener nutzen diesen freien Tag für Vorbereitungen auf das Weihnachtsfest.

Santa Lucia
Der 13. Dezember ist in Italien der Tag der Santa Lucia. Sie ist die „Botin des Lichts“, und wurde auf Sizilien in Syrakus geboren. Ihr ganzes Vermögen hat sie den Armen vermacht. Der Torrone dei poveri, eine Süßspeise aus Kichererbsen und Zucker, geht auf die Heilige Lucia zurück.

Die Krippe
Krippen haben in Italien, im Gegensatz zum Weihnachtsbaum, eine lange Tradition. Seit ca. 30 Jahren wird Jahr für Jahr auf dem Petersplatz in Rom ein besonders schönes Exemplar neben der großen Krippe aufgestellt.

Die Krippe ist in vielen Familien der Mittelpunkt in der Weihnachtszeit. Sie wird rund zwei Wochen vor Weihnachten aufgestellt und Jahr für Jahr immer wieder mit neuen Figuren ergänzt.

In der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember wird dann in jede Krippe das Jesukind gelegt.

Die gute Hexe Befana
An Heilig Dreikönig wird in Italien die gute Hexe Befana gefeiert. Am Vorabend stellen die Kindern bereits ihre Schuhe oder Strümpfe vor die Tür. Es wird erzählt, dass Befana sich nicht schnell genug auf den Weg zur Krippe gemacht und so den Stern verpasst habe. Seitdem irrt sie auf der Suche nach dem Christuskind durch die Welt. Saust von Schornstein zu Schornstein und hinterlässt in jedem Haus für die artigen Kinder kleine Geschenke und Süßigkeiten. Die Unartigen erhalten ein Kohlestück.